Mutter-Kind-Übertragung
Weltweit werden jedes Jahr 600.000 Kinder mit HIV infiziert...
Übertragung bei der Geburt oder durch das Stillen
Kinder von HIV-positiven Frauen können während der Schwangerschaft und vor allem aber während der
Geburt und beim
Stillen angesteckt werden.
Die Übertragungsrate beträgt ohne medizinische Betreuung ca. 20-40%, d.h. von 100 Kindern, die von HIV-positiven Müttern geboren und gestillt werden, infizieren sich 20-40 mit dem Virus.
Unter optimalen Bedingungen kann die Übertragungsrate auf unter 2 Prozent gesenkt werden:
- Einnahme von Medikamenten gegen HIV in den letzten Wochen der Schwangerschaft (senkt die Viruslast bei der Schwangeren)
- vorsorgliche zwei- bis sechswöchige Behandlung des Babys mit einem HIV-Medikament
Man kann also die Mutter-Kind-Übertragung fast vollständig verhindern. In Deutschland und den meisten westeuropäischen Ländern infizieren sich durch diese Maßnahmen nur noch wenige Neugeborene mit HIV.
Leider gibt es noch Ausnahmen: wenn z.B. vom behandelnden Gynäkologen vergessen wurde, der Schwangeren im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen einen HIV-Test anzubieten.