Speed

Wirkungen und Nebenwirkungen

  • aufputschend;
  • Unterdrückung des Hungergefühls und Schlafbedürfnisses;
  • Rededrang;
  • erhöhtes Selbstbewusstsein, Euphorie, gesteigerte Risiko- und Gewaltbereitschaft;
  • Unruhe, Aggression;
  • vermindertes Schmerzempfinden, Zittern;
  • gesteigerte sexuelle Lust, verminderte Erektionsfähigkeit;
  • Erhöhung der Herzfrequenz, Blutdrucksteigerung;
  • Anstieg der Körpertemperatur

In größeren Mengen / bei häufiger Nutzung:

  • bei Überdosierung oder Überlastung des Körpers (zu langes Tanzen) lebensbedrohliche Überhitzung des Körpers, Bewusstlosigkeit, Kreislaufversagen, Herzversagen möglich

Nachwirkung:

  • langer Nachschlaf, starker Hunger, Gereiztheit, depressive Verstimmung, Konzentrationsstörungen

Langzeitfolgen:

  • Schlafstörungen, Gewichtsverlust, Depression, Übernervosität, Psychose, z. B. mit akustischen Halluzinationen (Stimmenhören);
  • Hautprobleme (Amphetaminpickel), Zahnschäden, Schäden der Nasenschleimhaut (nach Sniefen), Magenschleimhautentzündung (nach Schlucken);
  • Bluthochdruck mit dem Risiko für Schlaganfälle/Hirnblutungen und Herzinfarkt.
  • Es besteht das Risiko einer psychischen Abhängigkeit.

Wechselwirkungen mit HIV-Medikamenten

Booster (Wirkverstärker für antiretrovirale Medikamente)
Handelsnamen

Norvir®, Tybost®

  • hemmen den Abbau von Speed in der Leber; die Speed-Blutspiegel können ansteigen, die Droge wirkt stärker und länger.

Wechselwirkungen mit anderen Drogen

Ecstasy

  • Die Nebenwirkungen verstärken sich (Blutdruck- und Herzfrequenzsteigerung!).

Alkohol

  • verstärkte euphorisierende und aggressionssteigernde Wirkung, Fahrtauglichkeit nicht gegeben, Alkoholvergiftung möglich (Menge des Alkohols wird nicht richtig wahrgenommen). Leberschädigung!

Cannabis

  • Speed hebt die beruhigende Wirkung von Cannabis auf; verstärkte Herzfrequenzsteigerung

Kokain

  • gefährliche Blutdruckerhöhung und Kreislaufbelastung

Gesundheits-Tipps, Safer Use

  • Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um der Erhöhung der Körpertemperatur/Austrocknung   entgegenzuwirken.
  • Niedrig dosieren, da kaum bekannt ist, wie viel und welcher Wirkstoff im Pulver/der Tablette enthalten ist.
  • Eigenes Röhrchen verwenden.
  • Bei Einnahme von Booster Medikamenten ist die Einnahme von Speed zu reduzieren.
  • Mischkonsum (vor allem mit Alkohol) vermeiden!
  • Bei gesteigerter Lust, Aggressivität und Risikobereitschaft kann auch das HIV-Risiko steigen. Durch vorherige Absprachen und Safer Sex kann eine HIV-Infektion vermieden werden.
  • Bei Bluthochdruck kein Amphetamin nehmen!